FKLMH Info
Über uns
Impressum
Datenschutz

Mitglied werden

Linktipps
- Linktipps A-H
- Linktipps I-O
- Linktipps P-Z


Aktive Themen
Fitness-Armbänder
Forum:
Letzter Beitrag: Steffi
02.08.2018
» Antworten: 10
» Ansichten: 10089
Listeria monocytogenes
Forum:
Letzter Beitrag: laganon
08.07.2018
» Antworten: 3
» Ansichten: 5607
Becher "Coffee-to-go" nur...
Forum:
Letzter Beitrag: laganon
29.06.2018
» Antworten: 3
» Ansichten: 6761
Muttermilch in der Kita o...
Forum:
Letzter Beitrag: mglass
27.06.2018
» Antworten: 12
» Ansichten: 15593
IFS - wie ist bruchsicher...
Forum:
Letzter Beitrag: FischRob
20.06.2018
» Antworten: 5
» Ansichten: 2749

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Legionellen
#16
Seit den ersten Beiträgen in diesem Thread zu der Thematik Legionellen hat sich einiges Getan, insbesondere auch in der Gesetzgebung. Zunächst einmal herzlichen Dank für die Beiträge und im Besonderen den aktuellen von Dir Saftschubse.

Das Thema Legionellen ist sehr komplex und nicht selten individuell zu betrachten. Ich möchte an dieser Stelle auf zunächst 2 Dokumente verweisen, die ich weiter unten verlinke. Es gibt keinen Grenzwert für Legionellen, sondern einen technischen Maßnahmenwert. Was sich dahinter versteckt und was man machen muss, wenn dieser Maßnahmenwert. Wird dieser Maßnahmenwert überschritten ist eine Gefährdungsanalyse durchzuführen. Interessant ist dabei zu lesen, wer dies machen darf. Das ist in der Praxis gar nicht so einfach.

Es gibt sehr viele Literatur, welche man im Zusammenhang mit Legionellen berücksichtigen muss. Die Trinkwasserverordnung zuletzt Neugefasst durch Bek. v. 2.8.2013. Dennoch sind die beiden Empfehlungen vom UBA noch gültig und erklären meines Erachtens die Problematik ganz gut.

Literatur:

Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung -Stand: 23.08. 2012

Empfehlungen für die Durchführung einer Gefährdungsanalyse gemäß Trinkwasserverordnung - Stand: 14.12. 2012

Trinkwasserverordnung

Es gibt so viele Dinge die man beachten muss, dass es mir unmöglich erscheint hier alles zu erläutern, deshalb gibt die gezielte Fragestellung sicherlich eine optimale Voraussetzung für eine brauchbare Antwort. CNN hatte ja seinerzeit beispielsweise die Problematik in einer KiTa angesprochen. Gab es da einen Verbrühungsschutz? Das würde einiges erklären.

Wie gesagt einfach konkret nachfragen. Ich hoffe die beiden Empfehlungen sind hilfreich.

Gruß
Jörg
Antworten
#17
Danke für die Links, welche ihr beide zur Verfügung gestellt habt. Gerne komme ich mit einem speziellen Beispiel um die Ecke. Als lebensmittelverarbeitender Betrieb haben wir für unsere Mitarbeiter Duschen und Reinigen regelmäßig. In der Trinkwasserverordnung ist eine Verpflichtung zur Untersuchung unter anderm an den gewerblichen Zweck geknüpft. Müssen wir untersuchen?
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
Antworten
#18
Ja, unter dem Hinweis, dass die von Saftschubse weiter vorne geposteten Voraussetzungen erfüllt sind. Sicherlich kann man über die Auslegung mancher Gesetze diskutieren, aber als Befürworter der Präventiv-Medizin ist es meines Erachtens sinnvoll eine Untersuchung durchzuführen. Das es sich bei der Dusche um keine private Dusche handelt ist sicherlich keine Frage. Also ich sage ja zur Untersuchung, ohne den Anspruch einer rechtsverbindlichen Antwort. Vielleicht gibt es ja noch weitere Meinungen zum Thema.

Würde mich freuen.
Gruß
Jörg
Antworten
#19
Guten Morgen,


Von mir zumindest doch unbemerkt, hat sich die Trinkwasserverordnung zum Anfang dieses Jahres geändert. Leider sind die entsprechenden Änderungen in der aktuellen Trinkwasserverordnung noch nicht komplett implementiert worden, daher möchte ich mir einmal an dieser Stelle die Arbeit machen, kurz auf die einzelnen Änderungen hinzuweisen.

1.) Im überarbeiteten § 14 (2) sind die Punkte 2a und 2 b hinzugekommen. Sie regeln, dass auch der Betrieber einer Trinklwasserversorgungsanlage auf Grundlage einer Gefahrenanalyse be der überwachenden Behörde eine Änderung der festgelegten Analyseintervalle beantragen kann. Dazu müssen verschiedene Kriterien zum Einsatz kommen, die in den, in der Verordnung nachfolgenden Punkten aufeschrieben sind. Wichtig ist aber, dass Ausnahmegenehmigungen, die durch das Gesundheitsamt vor dem 8. Januar 2018 ausgestellt wurden, nur noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres gültig sind. Wer also über eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für einen oder mehrere Parameter verfügt, muss diese nach den neuen Kriterien erneuern lassen.

2.) Klarheit wird im § 14 b zu den Untersuchungspflichten für Legionellen geschaffen. Hier wird als Kriterium auch genannt, dass eine Untersuchung erfolgen muss,  wenn die Abgabe an den Verbraucher gewerblich oder öffentlicht erfolgt, wenn eine Erhitzungsanlage in der anlage verbaut wurde und wenn die Anlage über Duschen verfügt. Wichtig, eine Wasseranlage, die nur Kaltwasser hat, aber über eine Dusche verfügt, ist aus meiner Sicht wegen des "und" ausgenommen.

3.) geändert hat sich die Analysenhäufigkeit für Kleinanlagen (gleich oder weniger 10 Kubik/Jahr). Das Intervall der umfassende Analyse wurde auf alle 3 Jahre erweitert. Wichtig ist aber, dass zu den bisher mindestens jährlich zu untersuchenden mikrobiellen Parameter ("routinemäßige Untersuchungen") die Enterokokken zugefügt wurden.

4.) Nicht ganz uninteressant ist die Informationspflicht der Untersuchungsstellen bei abweichenden Probenergebnisse für Legionellen. Diesemüssen vom Labor direkt an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Dies gilt vor allem für Inhaber eines Leitungsnetzes. Also auch für kleine Betriebe, die mit öffentlichen Duschen umgehen.
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste