• 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Diskussion zu "Lenkung fehlerhafter Produkte"
#1
Guten Abend,

nach einem internen Audit bin ich nachdenklich geworden, ob unser Prozess "Lenkung fehlerhafter Produkte" für unseren Betrieb geeignet ist.
Wir haben einen relativ schnellen Produktdurchsatz (< 24 h) mit vielen Produkten, arbeiten im Dreischichtsystem bis in den Samstag hinein. Dadurch ist es nicht möglich, dass das Qualitätswesen immer vor Ort ist. Unsere Produkte sind sehr empfindlich in Bezug auf Standzeiten. Wenn wir auf die "klassische Art" mangelhafte Ware sperren, um eine Entscheidung am nächsten Arbeitstag abzuwarten, können wir die Ware am nächsten Tag wegschmeißen.

Wie sollte unser Prozess aufgebaut sein, um
a) die Fehlerkosten, die durch eine Sperrung entstehen, so gering wie möglich zu halten, aber
b) Auslieferung fehlerhafter Produkte zu verhindern

Ich würde mich über neue Gedanken aus einer Diskussion heraus freuen.
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
  Zitieren
#2
Ich denke, dass sich dass nur umsetzen lässt, wenn ein verantwortlicher entsprechend ausgebildeter Entscheider vor Ort ist. Die Frage ist, was ist für den Berieb teurer, ständig die Mitarbeiter der Qualitätskontrolle vor Ort zu haben, oder damit zu leben ggf. größerer Chargen wegzuwerfen.

Viele Grüße
Michael Bäuml
  Zitieren
#3
Hallo Laganon,

ich sehe das so wie Michael, da müsstest Du jemanden ausbilden oder jemanden, der entsprechende Kenntnisse hat, ernennen der solche Entscheidungen treffen darf.

Auf welcher Basis werden denn aktuell Waren frei gegeben?

Gruß
Saftschubse
  Zitieren
#4
Im Prinzip ist unser System relativ einfach. Jeder Mitarbeiter kann Ware sperren. Freigeben darf jedoch nur der Betriebsleiter. So weit so gut.

Mein Problem ist folgendes: Wird eine Ware wegen einem geringfügigen Mangel gekennzeichnet, also "gesperrt", kann sie im Sinner der Lenkung fehlerhafter Produkte nicht weiter verwendet werden. Durch die Standzeit verschlechtert sich die Qualität der Ware aber teilweise so stark, dass sie nicht mehr freigegeben werden kann.

Wenn wir aber alle Mängel erst am Ende des Produktionslaufes kontrollieren, besteht auch die Möglichkeit, dass in unserer relativ komplexen Produktion Mängel unerkannt bleiben. Dies führt dann wiederrum zu Kundenbeschwerden und Reklamationen.
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
  Zitieren
#5
Hallo Laganon,

Dass jeder sperren darf wenn eine Abweichung festgestellt wird, finde ich schonmal gar nicht so verkehrt. Lieber einmal mehr gezögert als am Ende einen noch größeren Ärger zu haben!

Gesperrte Ware wieder frei geben darf nur der Betriebsleiter? Das ist wenig!
Was macht ihr denn, wenn er im Urlaub oder krank ist? Alle nicht 100% konforme Ware gleich in die Entsorgung? Hier könntet Ihr Überlegen ob außer dem BL noch jemand in der Lage ist, Sperrungen aufzuheben.

Gruß
Saftschubse
  Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste