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Verstrahlte Lebensmittel?
#1
Aufgrund der aktuell in Japan vorliegenden Situation, dass in Folge eines Erdbebens und eines Tsunamis Radioaktivität aus einem Atomkraftwerk austritt, wurde zum Schutz der europäsichen Bevölkerung vor mit Radionukleiden belasteten Lebensmitteln die Durchführungsverordnung 297/2011 erlassen. Die VO gilt vorläufig bis zum 30.06.2011

Waren, die aus der betroffenen Region stammen und nach dem 28.03.11 Japan verlassen haben oder nach dem 11.03.2011 geerntet oder verarbeitet wurde, dürfen nur mit einer Erklärung in die EU eingeführt werden. Ein Muster der Erklärung ist Teil der Durchführungsverordnung.

Das Risiko, dass vor Inkrafttreten der VO radioaktiv belastete Lebensmittel in die EU gelangten, wird aufgrund der Tatsache, dass Japan mit Ausnahmen von Spezialitäten Lebensmittel vielfach importiert und nicht exportiert, als sehr gering eingestuft. Verschiedene Behörden kontrollieren dies zudem.

Nach derzeitigem Stand ist für Europa eine deutlich andere Situation zu erwarten als vor 25 Jahren nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl.

Hier auch ein Link zu einem kurzen Interview mit der Bundesverbraucherschutzministerin Frau Ilse Aigner.

Saftschubse




Bei Bedarf kann ich gerne weitere Quellen benennen, die ebenfalls Einschätzungen herausgegeben haben und anhand derer bei meinem Arbeitgeber eine Kundeninformation erstellt wurde, ich will Euch nur nicht mit Links überfrachten.
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#2
Glaubt ihr wirklich, dass verstrahlte Lebensmittel ein Problem darstellen könnten? Ich habe Japan eigentlich nicht als großes Exportland für Lebensmittel in Erinnerung.
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
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#3
Nein, aber genau das habe ich ja auch - in einem kurzen Satz - geschrieben. Aber bei meinem AG kamen die Fragen von Kunden.

Beste Grüße
Saftschubse
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#4
@ Saftschubse:
Wie kamst du an die Info? Mein Eulexfeed zeigt als letztes:

Innergemeinschaftlicher Handel mit Equiden sowie ihrem Samen, ihren Eizellen und ihren Embryonen
Freitag, 11. Februar 2011, 01:00:00

(Will nur ausschließen, dass bei mir nicht irgendwas kaputt ist oder so...)
Mat beschte Gréiss
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#5
Es war ein Zufallsfund beim BMELV <!-- Icon_lol --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_lol.gif" alt=":lol:" title="Laughing" /><!-- Icon_lol -->

Was mir gar nicht auffiel weil es völlig verklausuliert verfasst ist und so sicher auch nicht über die Nachrichten verbreitet wurde ist die Tatsache, dass erhöhte Grenzwerte, wie sie nach Tschernobyl für die Sicherstellung der Versorgung festgelegt wurden, auch jetzt als Grenzwerte festgelegt wurden. <!-- sIcon_question --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_confused.gif" alt="Icon_question" title="Confused" /><!-- sIcon_question --> Engpässe bei der Versorgung der europäsichen Bevölkerung in Folge der Vorkommnisse in Japan halte ich für sehr unwahrscheinlich...
Hierauf bzw. auf den Artikel von foodwatch hat mich ein Bekannter aufmerksam gemacht.

Beste Grüße
Saftschubse
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#6
Urks... wie übel, dass foodwatch es schneller erfährt als manch eine Behörde <!-- sSmile --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_smile.gif" alt="Smile" title="Smile" /><!-- sSmile -->
Ist aber oft so... meine Frau arbeitet in einer Behörde, in welcher ihre "Kunden" ihr eher mitteilen, was sie zu bewilligen hat, als die Behörde selbst.

Naja - dann halt eben auf Umwegen, wenn die EU es nicht anders will.
Mat beschte Gréiss
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#7
Auch ein interessanter Artikel, nach welchem die Strahlenwerte erhöht wurden, um eben einen Verkauf der Waren zu ermöglichen:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/atomkatastrophe-in-japan-eu-schwaecht-grenzwerte-fuer-verstrahlte-lebensmittel-ab-1.1079258">http://www.sueddeutsche.de/politik/atom ... -1.1079258</a><!-- m -->
Mat beschte Gréiss
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#8
Die Proteste waren wohl laut genug, die EU-Kommission diskutiert am 08.04.11 neue, niedrigere Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln.

Wie sind Eure Erfahrungen? Haben Kunden oder Verbraucher Anfragen gestellt ob Lebensmittel japanischer Herkunft verarbeitet werden?
Bei uns gab es wie gesagt einige Anfragen, aber bei anderen Situationen waren es doch deultich mehr.

Beste Grüße
Saftschubse
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#9
Wir hatten bisher 2 Anfragen von Kunden, aber das hält sich alles noch in Grenzen. Beim Thema Dioxin waren es auch deutlich mehr.
Gruß
Michaela

Das normale Chaos erschaffe ich mit meinem Rechner und der restlichen Elektrik.
Das RICHTIG GROSSE Chaos erschaffe ich noch von Hand !
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#10
Am 08.04.2011 wurde neue Grenzwerte festgelegt, hier findet Ihr die entsprechende Pressemtteilung.

Darin heißt es unter anderem [...]Grundlage für die nun vorgenommene Festsetzung der neuen EU-Grenzwerte waren drei aktuell geltende Regelungen: die als Konsequenz aus der Tschernobyl-Katastrophe 1986 beschlossene Schubladen-Verordnung (Euratom 3954/1987), die sogenannte Tschernobyl-Verordnung (Nr. 733/2008 - für Importe landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Drittstaaten, die von den Folgen der Reaktor-Katastrophe betroffen waren) sowie die geltenden Grenzwerte in Japan. Bei der Vereinheitlichung dieser drei Regelungen wurde von der EU immer der jeweils niedrigste Grenzwert angesetzt. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Grenzwerte für Jod, Cäsium und Plutonium deutlich abgesenkt werden.

Die neuen Grenzwerte sind bereits in Kürze für alle Lebensmittel und Futtermittel [...]



Nur: was bedeutet "in Kürze"? Das habe ich noch nicht gefunden....
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#11
Zitat:Die neuen Grenzwerte sind bereits in Kürze für alle Lebensmittel und Futtermittel [...] Nur: was bedeutet "in Kürze"? Das habe ich noch nicht gefunden....
Guckst Du hier
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitglied­staat.
Brüssel, den 11. April 2011

Gruß Drui
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#12
Danke - ich habe zwar auch direkt bei Eur-Lex gesucht, aber irgendwie??

Beste Grüße
Saftschubse
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