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Warnung vor Wildschweinbratenfleisch und Wildschweinknackern
#1
Potsdam/Görlitz – Der sächsische Landkreis Görlitz hat darüber informiert, dass auf Wochenmärkten verkaufte Wildschweinprodukte vorsorglich zurückgerufen wurden, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie Trichinellen enthalten. Es handelt sich ausschließlich um Wildschweinbratenfleisch und Wildschweinknacker. Betroffen sind nur Produkte, die von Verkaufsmobilen des Unternehmens „Mario Steinert Frischgeflügel, Eier & Wild GmbH“ aus 02923 Horka vom vergangenen Wochenende (23. März) bis gestern (27. März) auf verschiedenen regionalen Wochenmärkten angeboten wurden.

Die mobilen Verkaufsstände des Unternehmens sind auf den regionalen Wochenmärkten in Ostsachsen und im Dresdener Raum sowie in Südbrandenburg unterwegs. In Brandenburg wurde die Ware auf den Märkten in Forst, Spremberg und Cottbus verkauft

Nicht mehr verzehrt werden sollten folgende Produkte:
Wildschweinbraten, der am 23. März, 26. oder 27. März, sowie Wildschweinknacker, die am 26. oder 27. März bei dem Händler gekauft wurden.


Der Landkreis Görlitz weist ausdrücklich darauf hin, dass kein Fehler des Unternehmens Mario Steinert ersichtlich ist. Das Unternehmen ist seit den 90er Jahren in der Region erfolgreich und beanstandungsfrei tätig. Das Traditionsunternehmen hat nach den Erkenntnissen des Landkreises alle lebensmittelrechtlichen Vorschriften und Hygienebedingungen eingehalten.

Gesundheitshinweise
Beim Durchgaren von Fleisch werden vorhandene Trichinellen zuverlässig abgetötet. Wenn aber Wildschweinfleischerzeugnisse nicht ausreichend erhitzt werden, besteht die Gefahr einer Infektion mit diesen Parasiten.
Verbraucher sollten daher die oben genannten Erzeugnisse entsorgen.

Verbraucher, die solche Wildschweinfleischerzeugnisse verzehrt haben, sollten unter Hinweis auf die Gefahr einer Infektion mit Trichinellen unverzüglich ihren Hausarzt oder entsprechende medizinische Einrichtungen aufsuchen, damit dort geeignete medizinische Maßnahmen getroffen werden können.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Land Brandenburg
Url: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.326757.de">http://www.mugv.brandenburg.de/cms/deta ... .326757.de</a><!-- m -->
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#2
Guten Abend,

Die Gesundheitsgefährdung besteht und aus diesem Grund ist der veröffentlichte Rückruf sicherlich auch wichtig und richtig. Doch ich finde es auch interessant, dass in den letzten Jahren durchschnittlich nur 6 Menschen im Jahr an Trichinellose erkrankten.


<!-- m --><a class="postlink" href="Ttp://www.bfr.bund.de/de/trichinen__trichinella_-54396.html">Ttp://www.bfr.bund.de/de/trichinen__tri ... 54396.html</a><!-- m -->

Zum Vergleich: 2009-2010 wurden etwa 200.000 Wildschweine erlegt. [/url]
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
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#3
Hallo, hast Dich bei der URL vertippt. Deshalb hier noch einmal den Link zum BfR

Zur Sache: Würdest Du bei Symptomen wie Bauschmerzen, Übelkeit und erbrechen gleich an eine Trichinellose denken? Im späteren Verlauf können weitere Symptome hinzu kommen wie Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Selbst Ärzte denken bei diesen Symptomen nicht immer differenzialdiagnostisch gleich an eine Trichinellose.

200.000 erledgte Wildschweine, ja das ist eine hohe Zahl, doch anzunehmen, dass tatsächlich nur 6 an der Trichinellose im Jahr erkranken, dass glaube ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich hätte da noch mehr solcher Beispiele, aber das soll nicht der Schwerpunkt der Information sein.

Du hast das BfR bereits erwähnt und den Link zur Info eingestellt. Ich möchte hier noch das Merkblatt Erkennung Verhütung und Bekämpfung der Trichinellose verlinken.

Es ist gut das unser Wild so gut untersucht wird. Der Fehler lag ja hier anscheinend auch nicht beim Betrieb, dies wird in der Pressemitteilung ja ausdrücklich beschrieben, wenn ich das richtig lese.
  • Das Traditionsunternehmen hat nach den Erkenntnissen des Landkreises alle lebensmittelrechtlichen Vorschriften und Hygienebedingungen eingehalten.

Wenn dem so ist gehe ich davon aus, dass das Fleisch entsprechend auf Trichinellose untersucht wurde. Wie kann es dann aber sein, dass es zu einem Rückruf kommt? Die Tatsache, dass der Betrieb benannt wurde und nur die Produkte Wildschweinbraten und Wildschweinknacker als Verkehrsbezeichnung betroffen sind, lässt darauf schließen, dass man genau wusste, dass das Fleisch nur von diesem Betrieb verarbeitet wurde. Ich spekuliere, dass es zu einer Verwechslung kam. Angenommen das mit trichinellose belastete Fleisch wurde versehentlich frei gegeben und das unbelastete hat man in der Tierkörperbeseitigungsanstalt unschädlich entsorgt. Ich meine bei 200.000 erledgten Wildschweinen die Untersucht werden müssen, kann es doch vorkommen das Fleischproben im Labor verwechselt wurden. Da man genau wusste wer der fleischverarbeitende Betrieb ist - die Dokumentation hat ja gestimmt- war es nicht mehr schwer von den Produkten Proben zu ziehen und festzustellen, auch Mißt, genau so war es.

Zugegeben reine Spekulation, aber wie sonst soll "Otto-Normalverbraucher" das sich erklären. Ein Vertausch der Probenergebnisse wäre eine Erklärung, sicherlich gibt es noch mehrere. Ich denke wir werden es nie so richtig erfahren, oder vielleicht doch? Ich werde mal den Betrieb anfrgen und freundlich nachfragen.

Gruß
Drui
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#4
Nachtrag:
Auf der Internetseite steht jetzt auch ein Rückruf
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.frischgefluegel-steinert.de/frischgefluegel/index.php">http://www.frischgefluegel-steinert.de/ ... /index.php</a><!-- m -->
Den hatte ich vorhin, als ich dort angerufen hatte noch nicht gesehen.
Jetzt weiß ich auch warum dort keiner ran gegangen ist.
Jedenfalls hat die Firma sich das Osterfest sicherlich auch anders vorgestellt.
Ich werde dennoch einfach mal freundlich anfragen

Gruß Drui
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