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Reinigung von Messern
#1
Hallo,

gibt es eigentlich eine spezielle Anleitung dafür, wie man Messer zu reinigen hat, um sie möglichst keimfrei zu halten?
Wir haben verschiedene Sets von WMF. Die Messer lassen sich alle recht einfach von der Hand mit einem milden Geschirrreiniger spülen und müssten eigentlich aufgrund des robusten Materials (Edelstahl) recht hygienisch sein. Oder sind doch bestimmte Reinigungsmittel notwendig, mit denen man Keime an Messern entfernen kann?
Mir ist da nichts Besonderes bekannt. Wenn es so etwas gibt, dürfte es in jedem Fall ja nicht die Messer stumpf machen.

Viele Grüße,
Rahel
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#2
Hallo Rahel und herzlich Willkommen im Fachkreis!

Natürlich ist die beste Reinigung immer die in der Spülmaschine.
ABER davon werden, wie du schreibst wie Messer stumpf.
Deshalb empfehle ich die Messer wie du geschrieben hast manuell von Hand zu reinigen und anschließend mit einem alkoholischen Desinfektionsmittel zu desinfizieren.

Viele Grüße
Michael Bäuml
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann."
(Francis Picabia)
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#3
Besten Dank Michael für den Hinweis!

Und danke für das herzliche Willkommenheißen! <!-- sBig Grin --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_biggrin.gif" alt="Big Grin" title="Very Happy" /><!-- sBig Grin -->
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#4
So ähnlich machen wir es auch in unserem Betrieb. Mich würde interessieren, was die von WMF sagen. Haben die keine Produktpflegerichtlinie?
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#5
Die beste Reinigung ist leider nicht immer durch die Spülmaschine gegeben, da Messer Flugrost ansetzen können. Damit ist die Oberfläche nicht mehr eben und lagert Verunreinigungen an.

Die beste Methode wurde bereits beschrieben: Hochgradig geschärfte Messer immer von Hand spülen, weil sie eben in heißem Wasser sehr leicht stumpf werden (der Schneidgrat schmilzt ganz leicht, dadurch wird er breiter und schneidet nicht mehr gut). Deshalb von Hand in warmem Wasser unter Verwendung von Spülmitteln kurz, aber gründlich reinigen, danach sofort abtrocknen und gegebenenfalls desinfizieren.

Messer sollten grundsätzlich nicht im Wasser liegen bleiben, weil neben dem Stumpfwerden die Verletzungsgefahr erheblich ist. Bei echtem Tafelsilber löst sich außerdem das Messer vom Heft (= Griff), weil beide Teile in einander gekittet werden, Tafelsilber läuft zudem in der Spülmaschine durch Salze und Säuren häufig an und muss unter Einsatz von Spezialpolitur aufwändig poliert werden.
Meike Glaß
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#6
Hallo zusammen,

darf ich auch mal meinen Senf dazu geben?

Das mit dem Flugrost möchte ich so nicht ganz stehen lassen.
Beim Spülprozess gibt es diverse Einflussfaktoren auf das Spülgut. Es gibt meistens nur "Flugrost", wenn man es so nennen will, wenn sich Metall z. B. von Topfkratzern oder Reste von Metallspänen einer Bohrung in der Maschine befinden, die dann rosten.
Das zweite Phänomen, das sich feststellen lässt, ist die sog. Lochkorrosion. Diese findet man häufig auf Messern, die nicht aus 18/10 Edelstahl bestehen. Die Ursache dafür ist NaCl (also Speisesalz) aus unserer Nahrung, das über eine längere Zeit (z. B. über Nacht) auf das Metall einwirken kann. Auf Schneidemessern habe ich sowas noch nie gesehen, aber auf Messern, die zum Essen benutzt werden.

Ich frage mal bei ein paar Herstellern an, was die zur Reinigung ihrer hochwertigen Produkte meinen <!-- sSmile --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_smile.gif" alt="Smile" title="Smile" /><!-- sSmile -->

Ob das mit dem Stumpfwerden stimmt, kann ich weder so bestätigen, noch bestreiten - da gehen die Meinungen der Küchenleiter auseinander, aber die Argumentation mit dem Schneidgrat hört sich schon mal einleuchtend an <!-- sBig Grin --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_biggrin.gif" alt="Big Grin" title="Very Happy" /><!-- sBig Grin -->

Gruß
etolit_hygiene
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#7
Vielen Dank für die weiteren Infos. Da zunächst ganz allgemein von Messern die Rede war, habe ich nicht zwischen Tafelbesteck und Küchenmessern unterschieden. Der Hinweis auf die Edelstahl-Qualität ist sicher entscheidend.

Was das Stumpfwerden des Schneidgrates durch zu heiße Spültemperaturen angeht, so gibt es dazu bereits haushaltstechnische Untersuchungen aus den 1970er bis 1990er Jahren, nachzulesen bei Prof. Dr. em. Horst Pichert, Universitäten München und Weihenstefan (UTB 679, Eugen Ulmer Verlag: Horst Pichert: Haushalttechnik und ders.: Grundlagen der Haushalttechnik).
Meike Glaß
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