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Der Brexit und die Marmelade - Gedanken zum Schmunzeln
#1
Die Verhandlungen zum EU-Austritt Großbritanniens gehen in die nächsten Runden. Doch auch neben den eigentlichen Bühne zur Verhandlung des EU-Austritts, macht man sich Gedanken um die Folgen des Brexit, teilweise auch sehr humorvolle.


Gedanken zur Marmalde

Als 1979 die Briten der EU beitraten, spielten auch kleinere Aspekte der politischen Willensbildung eine sehr wichtige Rolle. Wie alle schon im Englischunterricht gelernt haben, unterschieden die Briten den süßen Brotaufstrich aus Früchten in Marmelade und Jam. Marmelade darf als Begriff nur verwendet werden, wenn in das Produkt aus Citrusfrüchten besteht. Ansonsten muss eine alternative Bezeichnung genutzt werden. In Deutschland kochen wir aber Marmelade aus unserem heimischen Schrebergarten. Keine Hausfrau würde sagen, “Gestern habe ich 5 Gläser Erdbeer-Konfitüre gekocht.“ Dürfen wir nach dem Brexit wieder die alte Bezeichnung regulär verwenden? Und, wenn wir bei der jetzigen Regelung bleiben, wer wird sich in 100 Jahren an den Hintergrund dieser Regelung erinnern? 

Fragen über Fragen.
"Wenn Du das Umögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist" Sir Arthur Canon Doyle
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#2
Hallo laganon,

interessanter Beitrag. Die Sache mit der Marmelade und Konfitüre gehört zu den seltsamsten Blüten, die die EU so getrieben hat Big Grin .

Man muss sich ja schon auch fragen, ob solche Sprachregelungen (nicht jetzt die mit der Marmelade, bei der ja auf die englischsprachige Terminologie speziell Rücksicht genommen wurde) nicht sogar den Brexit vorangetrieben haben. Denn auch in GB mussten ja sicher manche Lebensmittel anders genannt werden als vorher, und ich habe von Briten schon gehört (vor dem Brexit): „Die EU verbietet uns jetzt sogar, die Lebensmittel so zu nennen, wie sie wirklich heißen.“ Sobald es ums Essen geht, überwiegen ja oft emotionale Argumente und plötzlich ist alles „bierernst“. Im Prinzip wurden der EU dann Sachen in die Schuhe geschoben (negative, vornehmlich), die mit der EU nur ganz wenig zu tun hatten.

Nun ist es ja oft so im Leben, dass es Abweichungen zwischen der (schriftlichen) Fachsprache und dem zu Hause Gesprochenen gibt – und das ganz unabhängig von der EU, z.B. im Elektrofach heißt die Glühbirne „Lampe“, und die Lampe „Leuchte“ – trotzdem wird umgangssprachlich „Birne“ und „Lampe“ gesagt. Wenn man im Alltag „Marmelade“ sagt, aber „Konfitüre“ draufsteht, ist das ja eigentlich kein soooo Problem.

Meine Vermutung für die Zukunft ist aber, dass Englisch in der EU als „Lingua franca“ beibehalten werden wird. Und Irland, beispielsweise,  ist ja nicht aus der EU ausgetreten, und dort wird jedenfalls auch Englisch gesprochen, zumindest in einem Business-Kontext (das mit dem Gälisch ist wohl eher so wie das Friesisch oder Sorbisch in bestimmten Gebieten Deutschlands) – dann bleibt der Grund der Unterscheidung ja weiterhin bestehen.

Man darf aber gespannt bleiben …  Wink
Viele Grüße
Michael
Lebensmittel-Fachübersetzer, Großhandelskaufmann (Lebensmittel), Betriebswirt
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