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14 von 18 Schlachthöfen mit Mängeln
#1
Nach diversen Skandalen gab es jetzt unangekündigte behördliche Kontrollen in 18 niedersächsischen Schlachthöfen, und 14 davon wiesen Mängel bei Technik und Betäubung auf, und bei einem Betrieb war die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gegeben und durfte vorübergehend nicht mehr weiterschlachtet werden.

Dies und noch einiges andere ergibt sich aus einem ausführlichen und sehr lesenswerten Bericht und Kommentar in der Neuen Osnabrücker Zeitung, der auch überregional von Interesse sein dürfte:
https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/1636261/unangekuendigte-kontrollen-maengel-in-vielen-schlachthoefen

Der ebenfalls dort abgedruckte Kommentar schließt ab mit dem Fazit: „zu wenig Kontrolleure und schlechte Kontrollen“.
Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, dass die Ministerien die Kontrollinstanzen personell massiv verstärken. Und häufige unangekündigte Kontrollen sollten eine Selbstverständlichkeit sein – die Überwachung von Lebensmittelsicherheit und Tierschutz ist immerhin eine der Kernaufgaben des Staates.

Außerdem denke ich, dass die Verbraucherpreise für Fleisch zu billig sind – sicher eine der Ursachen für die Missstände an deutschen Schlachthöfen. Die soziale Komponente (nämlich, dass sich jeder adäquat ernähren kann, sich also auch ärmere Menschen noch Fleisch leisten können) könnte der Staat sehr gut über höhere Einkommensteuersätze für Spitzenverdiener regeln, bei gleichzeitiger Entlastung ärmerer Bevölkerungsschichten – wenn er es dann wollte.
Lebensmittel-Fachübersetzer, Großhandelskaufmann (Lebensmittel), Betriebswirt
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